Steirer spendete Knochenmark:
"Danke, daß Sie
das für mich tun"
Leukämiekranker US-Bürger schrieb Brief an "Lebensretter"
"Meinen tiefsten Dank, daß Sie das für mich tun." In einem berührenden
Brief bedankt sich der 50jährige Amerikaner bei seinem unbekannten
"Lebensretter". Einen "Lebensretter", den die "Steirerkrone"-Leser
aber kennen: Ludwig Szeberenyi aus Graz. Der 49jährige hatte für
den leukämiekranken US-Familienvater Knochenmark gespendet: "Wenn
alles gut geht, wollen wir uns treffen."
Die beiden Männer kennen sich nicht, wissen nicht einmal den
Namen des anderen. Obwohl sie mittlerweile viel verbindet. "Die
Anonymität ist gesetzlich vorgeschrieben", erklärt Ludwig Szeberenyi.
Und doch wollte sich der Empfänger des Knochenmarks bei seinem
Spender bedanken. "Meinen tiefsten Dank, daß Sie das für mich
tun, obwohl ich ein Fremder für Sie bin", schreibt der Amerikaner.
Der Arzt aus den USA, der assistierend bei der Entnahme am Grazer
LKH dabei war, hatte den Brief mitgebracht. Anonym, ohne Absender,
aber mit viel Wärme. So verrät der leukämiekranke Verfasser ein
bißchen über sein Leben.
"Wir haben nicht nur das Knochenmark gemeinsam. Unsere Söhne
sind gleich alt, sind derzeit beim Heer. Wir haben ähnliche Interessen",
erzählt Ludwig Szeberenyi tief berührt von den Zeilen. "Es war
für mich von Anfang an eine klare Sache. Keine Frage, ich würd
es sofort wieder tun." Nun muß abgewartet werden, wie der Amerikaner
die Körperzellen des Steirers verträgt. Die nächsten Wochen werden
entscheidend sein. Der 50jährige Mann in den USA plant indessen
schon eine Europareise. Der Steirer hofft: "Wäre schön, wenn wir
uns dann treffen könnten."
Quelle:
"NEUE KRONEN ZEITUNG" 
Zeitungsauschnitt
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